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Ganz und gar
Im explodierenden Sternenstaub, der Welten bildet, Galaxien, Sonnen und Monde,
in der Glut der Steine, ihren erstarrten Felsen und dunklen Schluchten, glitzerndem Geröll,
im tierischen Gewimmel, das Wasser und Lüfte durchkreuzt, die Erde bewohnt, manche kreischend, andre stumm,
in sich ordnender Gemeinschaft aus Tieren, Kindern, kraftvoller Arbeit und gesammelter Erfahrung,
in Büchern, die sich mit Wissen füllen, widerspruchsvoll erregend, auch noch im Zerfall,
in technischen Gebilden, Rad und Rakete, die das Weite erschließen, das Innere auch,
in Bildern und Klängen, die gemeinsam Hallen füllen, ein Wesen, die Vielfalt des Staates,
wirkt und zeigt sich lebendiger Geist im Stirb und Werde, in Trauer und Lust,
in mir, der ich alles bin, sterbend erhebe ich mich.
Wilhelm Riedel
Wilhelm Riedel, in Darmstadt geboren, studierte nach dem Abschluss einer Lehre als Industriekaufmann Philosophie und Literaturwissenschaft. Danach war er Lehrer für lateinische und deutsche Sprache. Er wirkte an politischen Diskussionen und Entscheidungen in kommunalen und gewerkschaftlichen Gremien mit. Seine Erfahrungen und Reflexionen hielt er in literarischen Texten fest, zuerst in politischen und gesellschaftskritischen Gedichten, dann behandelte er philosophische und religiöse Themen, schrieb Verse über die Natur und das Weltall, über Liebe und Streit. Seit 1977 veröffentlicht er seine Texte, zwanzig Einzeltitel sind erschienen, Lyrik und erzählende Prosa, sowie über dreihundert Veröffentlichungen in Zeitschriften und Anthologien.
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